Die diesjährige Tagesfahrt der Traditionsgemeinschaft Westfalengeschwader e.V. führte uns am 16.05.2024 nach Bad Bentheim.

Pünktlich um 14:00 Uhr fuhren wir in Fahrgemeinschaften (ein Bus ist kaum noch erschwinglich) mit 20 Teilnehmern los um gegen 15:00 Uhr eine hochinteressante Burgführung zu erleben.

Unsere Führerin hatte sich leider verspätet, dafür stellte sie sich aIs absolut kompetent heraus; schließlich hatte sie rund 17 Jahre für den Fürsten höchstpersönlich gearbeitet.

Die Burg ist die größte Höhenburg Nordwestdeutschlands und befindet slch seit 1050 im Besitz der Grafen und Fürsten zu Bentheim und Stelnfurt. Wir erkundeten die Katharinenkirche aus dem 12. Jahrhundert, das angeblich von Gefangenen gebaute 23 Meter tiefe Brunnenhaus, das Trauzimmer und die originalgetreuen Räume, wie das Schlafzimmer der Königin Emma, den wunderschönen Rittersaal und den geschichtsträchtigen Ernst-August-Sa1on.

Weiter ging es zum 30 Meter hohen Pulverturm, der als Aussichts-und Wachturm und bei Gefahr als letzt Rückzugsmöglichkeit diente. Schaurig war ein 12 Meter tiefes, dunkles Verließ, das wohl a1s Gefängnis genutzt wurde.

Sehr beeindruckt und wegen der vielen Treppen etwas erschöpft spazierten wir gegen 17:00 Uhr zu unserer Lokalität " Der Grieche", wo jedermann seinen Durst und den aufkommenden Appetit stilllen konnte. Der obligatorische Ouzo wurde vom Wirt spendiert.

Ein gelungener Tag endete gegen 20:00 Uhr.

Christian Böhme

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Spiritus Rector des Rheiner Salvator sticht erneut an

Brauchtumsabend der Traditionsgemeinschaft Westfalengeschwader im Mühlenhof mit über 300 Gästen

Vor 44 Jahren feierte der Salvator Premiere. „Bei bayerischer Blasmusik und südgermanischen Folkloreeinlagen samt bayerischem Dreikampf (Schnupfen, Maß trinken und Nägel schlagen) hatten die Gäste und Soldaten die Gelegenheit, sich wettkampfmäßig zu vergleichen. Eine runde Sache, die regelmäßig durchgeführt werden sollte“, war damals laut MV-Bericht die einhellige Meinung. Damals, im Jahr 1980, wurde sogar mit kameradschaftlicher Unterstützung der Heeresflieger Bentlage das bisher unbekannte Schwarzbräu aus dem bayrisch-schwäbischen Markt Zusmarshausen durch einen Transporthubschrauber CH-53 von Leipheim nach Rheine geflogen. Wäre jenes erste Fass doch nur Stunden vorher ruhig gelagert worden und nicht wenige Minuten vor dem Anstich zünftig gerollt worden, wäre dem achten Kommodore des Jagdbombergeschwaders 36, Friedrich P. Busch, damals sicher ein professionell trockener Erstanstich gelungen. Was folgte, ist eine Erfolgsgeschichte Rheiner Luftwaffen-Tradition.

Und so griff der damalige, eigentliche Initiator, der heutige Generalmajor a.D. Friedrich P. Busch, am vergangenen Freitag nach immerhin 44 Jahren erneut zum Hammer und stach mit drei gezielten Schlägen wieder das erste Fass Starkbier an. Mehr Geschwadergeschichte konnte man an diesem Abend nicht mehr erleben, aber dieses bis heute besondere Verhältnis zwischen Geschwader und kommunalem Umfeld kam schon mehrfach zum Ausdruck. Einerseits bei der erstmaligen Benennung eines Luftwaffen-Geschwaders nach seiner Region und auch bei der Übernahme der Patenschaft durch den Kreis Steinfurt.

Zum Beginn des 40. Salvatorabends begrüßte der Vorsitzende der Traditionsgemeinschaft Westfalengeschwader, Oberstleutnant a.D. Hans-Hermann Schorling, neben dem Schirmherrn Generalmajor a.D. Friedrich P. Busch, Oberst a.D. Johannes Hassenewert (Kommodore JG 72) , Oberst a. D. Alexander Burmeister (Vorsitzender Traditionsverband Logistik Rheine), Oberstleutnant a.D. Norbert Burmeister (Vorsitzender der Gemeinschaft der Heeresflieger, Sektion Rheine), den stellvertretenden Bürgermeister Fabian Lenz und weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie rund 300 aktive und ehemalige Soldaten sowie weitere Gäste.

Busch zeigte sich erfreut über die langjährige Tradition und dankte in seiner Ansprache dem Vorsitzenden Schorling und seinen Mitstreitern für die Fortführung dieser Tradition und Vorbereitung nunmehr im Mühlenhof. Ein weiterer Dank galt den über 300 Gästen, die mit ihrer zum Teil sehr weiten Anreise ihre Verbundenheit und Treue ausdrückten. Um auch Jahre nach Schließung des Geschwaders zusammenzukommen, an bewegende Zeiten zu erinnern und sich über Aktuelles auszutauschen. So reflektierte Generalmajor Busch aus seiner Rede als Kommandeur der 3. Luftwaffen-Division (Kalkar) zur damaligen sicherheitspolitischen Lage 1990 in Europa und den zukünftig weniger Soldaten. Zur heutigen seit zwei Jahren wieder grundlegenden Veränderung zweifelt er am Krisenmanagement der Republik und sich nicht widerspiegelndem nötigen Realitätsbezug. Eine klare Positionierung des derzeitigen Verteidigungsministers lasse allerdings einen Funken Hoffnung aufkommen und so wünschte er allen Gästen, die Welt da draußen dennoch für einige Stunden zu vergessen, um einen unbeschwerten Abend bei guten Gesprächen zu erleben. 

Nach dem Fassanstich, dieses Jahr begleitet vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen, genossen alle Beteiligten in der Tat einen unterhaltsamen Abend bei Brezel, Bier und Haxen und hoffen auf die Fortsetzung der lieb gewonnenen Tradition ...

 

Fotos und Text: Sevn Rapreger

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